Termine


Erstes Straßenfest in Langwedel
Im Rahmen der Langwedeler Kulturtage wird es in diesem Jahr bunt auf der Großen Straße und auf verschiedenen Plätzen. Die Verwaltung der Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Langwedeler Kulturverein e.V. organisiert das erste Straßenfestival.

Am 21. Und 22. April wird Langwedel also zur Bühne von Akrobaten, Jongleuren, Tänzern, Malern, Stelzenläufern und Musikern. Die Akteure aus der näheren und weiteren Umgebung werden unter der Regie der beiden ortsverbunden und bekannten Künstler Christoph Bendikowski und Tina Badenhop in einem Gesamtkonzept Shows, Einzelaktionen, Straßenmalerei und Straßenmusik präsentieren.

Vorhang auf um 15.00 Uhr am Rathaus.

Unter anderem treten auf:

Daniela Franzen und Marcello Monaco aus Deutschland und Italien. Sie zeigen Shows und Straßentheater vom Feinsten: Sie entführen die Zuschauer in eine Welt voller atemberaubender Momente, poetischer Bilder und artistischer sowie musikalischer Virtuositäten.

Merle Freund, bekannt als "Mellinka" zeigt mit ihrer Akrobatik viele Gesichter und lädt mit ihren Geschichten zum Träumen ein: mal poetisch, mal grotesk, mal eher lustig und manchmal ernst. Und sie bringt Freunde mit: Artistiker des "Das Trio Mio".

Heiko Dieling präsentiert seine Samba-Truppe. Sie werden ordentlich Stimmung machen. 20-jährlichen Bühnenjubiläum feiert die beliebte Gruppe Cladatje mit ihrer Klezmer-Musik. Auch sie treten während des Straßenfests in Langwedel auf.

Das sind einige der highlights, die der Langwedeler Bevölkerung geboten werden. Wo, was und wann wird durch Presse, Plakate und Flyer bekannt gemacht werden.

Für alle "Acts" wird kein Eintritt erhoben, deshalb sparen Sie bitte nicht nicht mit dem "Hutgeld"!

Rückblicke

Nachklapp zu "Die Burg Langwedel und mehr"
Unter diesem Titel verbarg sich eine Ausstellung zur Burg Langwedel, in der zivile und militärische Fundstücke sowie Informationstafeln mit zahlreichen Kopien originaler Dokumente aus etwa viereinhalb Jahrhunderten im Langwedeler Häuslingshaus gezeigt werden. Die Ausstellung wurde am 03. März 2017 eröffnet und endete am 09. April 2017.

Das "...und mehr" bezog sich auf eine die Ausstellung begleitende Serie von vier Fachvorträgen am 23.März, 29.März, 07. April und 09. April.

Frauen kommen in der älteren Geschichtsschreibung höchst selten vor. Deshalb lag es nahe, deren Lebensumstände etwas zu beleuchten, soweit das eben mit der spärlichen Quellenlage möglich ist. Prof. Uwe Meiners vom Museumsdorf Cloppenburg referierte zu diesem Thema unter dem Titel "Die frühere Stellung der Frau im ländlichen Raum". Anhand von szenischen Darstellungen, z.B. des niederländischen Malers Pieter Bruegel wurden frühere Frauenrolle gezeigt, die sich eigentlich bis in das 20. Jahrhundert hielten. Ganz konkret wurde die Frauenrolle am Beispiel des Lebensweges der Antje Schoen geschildert, geboren 1883 und spätere Ehefrau des Kolonisten Wübbe Meyer, die acht Kinder gebar, von denen zwei früh verstarben. Die Informationen entstammen persönlichen Begegnungen und hatten deshalb einen sehr authentischen Charakter.

Die Burgausstellung zeigt im Wesentlichen Einzelereignisse wie Fehdeberichte, Zollstreitigkeiten, Kriegsereignisse u.s.w. aus der Geschichte der Langwedeler Burg. Alles ist unterlegt mit Kopien von Originaldokumenten aus verschiedenen In- und Ausländischen Staatsarchiven. Im Gegensatz dazu war die Buchvorstellung "Langwedel und die europäische Machtpolitik vom Westfälischen Frieden bis zum Wiener Kongress" von Prof. Armin Schöne am 29.03.2017 zu verstehen. In einem großen Bogen wurde dieser ereignisreiche Zeitraum erklärt. Die mit dem Westfälischen Frieden vom Erzbistum Bremen bzw. Bistum Verden zum Herzogtum Bremen bzw. Herzogtum Verden gewandelten Herrschaftsbereiche wurden immer mal wieder in Konflikte dieser Zeit einbezogen Auch ohne Burg und Amt war Langwedel dadurch dabei - wohl zum Verdruss der hiesigen Bevölkerung.

Es ist immer wieder erstaunlich mit welcher Fantasie und Energie Waffen erfunden bzw. eine Weiterentwicklung vorangetrieben wurden, um eigene Interessen anderen gegenüber durchzusetzen. Am 07.04.2017 trug zum Thema "Waffen vom 15. bis zum 17. Jahrhundert" Dr. Wolfgang Jahn von der Rüstkammer Emden vor. Mit umfangreichen Bildmaterial wurden Waffen jener Zeit dargestellt-Waffen, die, wie aus Inventaren und archäologischen Fundstücken ersichtlich ist, auch zur Verteidigung der Burg Langwedel genutzt wurden. Ergänzend zeigte Dr. Jahn, wie diese Waffen während kriegerischer Auseinandersetzungen eingesetzt wurden und welche brutale Wirkungen sie entfalteten. Man fragte sich, wie das die damaligen Menschen aushalten konnten. Hat sich bei heutigen Konflikten Wesentliches geändert? Ja. Der heutige Waffenführende ist weiter weg von der erzielten Wirkung im Ziel.

Hochherrschaftlicher Besuch auf der Burg war keine Seltenheit auf der Burg Langwedel Erzbischöfliche Besuche mit Gefolge nutzten das Schloss bei verschiedenen Gelegenheiten und sie bedienten sich aus dem Vorrat der Burg. Was genau bei solchen Gelegenheiten von "Bessergestellten" gegessen wurde, findet man in Inventaren, aber auch bei Ausgrabungen historischer Plätze. So auch 2006 bei Ausgrabungen an der Burg Langwedel. Neben Kanonenkugel, Keramiken, Tonpfeifenreste und v.a.m. kamen auch Austernmuschelschalen ans Tageslicht. Bekanntermaßen waren das eine Delikatesse, die nur Reicheren vorbehalten war und das war der Anlass einen ausgewiesenen Experten, Herrn H.-C. Küchelmann, für einen Vortrag zu diesem Thema einzuladen. Referiert wurde über die Bestimmung der Herkunft historischer Austern-Funde, den Transport dieser empfindlichen Ware und die wirtschaftliche Bedeutung für die früheren adligen "Besitzer" der Austernbänke, ihren nicht nachhaltigen Abbau und das Anlegen künstlicher Austernbänke.

Fazit: Die Burgausstellung bot viele Einzelheiten, die besondere Ereignisse mitsamt den zugehörigen Zeugnissen herausstellte. Zweck der begleitenden Vorträge war, diese Zeugnisse zu ergänzen bzw. zu vertiefen. Aus allen Vorträgen konnten die Besucher viel Neues mitnehmen. Insgesamt war das Interesse zufriedenstellend, auch wenn die Ausstellung und die Vorträge mehr Besucher verdient hätten.

Nachklapp zu "Heini Holtebeen"
Heini Holtenbeen war ein stadtbekanntes Bremer Original des ausklingenden 19. Jahrhunderts und lebte in der Altstadt, im Schnoor. Um ihn und sein Schicksal rankt sich ein historischer Bilderbogen von anekdotischen Szenen mit Zeitgenossen wie der Fisch-Lucie, mit sagenhaften Geschichten von der Entstehung des Weyerberges in Worpswede und von der Gräfin Emma.

Mit dieser Geschichte von und mit Eva Spilker's Puppentheater ludt der Langwedeler Kulturverein e.V. zu einem vergnüglichen Nachmittag für Erwachsene ein.

Nachklapp zu "Ein Ritter ohne Furcht und Tadel"
Das letzte Stück der fünfteiligen Reihe "Kindertheater und Kinderkultur" führte das Ekke Neckepen-Theater von und mit Christoph Bendikowski auf. Um die fünfzig Besucher, Kinder Eltern oder Großeltern, folgten besgeistert der Geschichte um den jungen Artus, den berüchtigten Ritter Kunibert und einem tolpatschigen Drachen.

Insgesamt war das Angebot "Kindertheater und Kinderkultur" ein voller Erfolg und deshalb wird es eine Wiederholung geben, beginnend im Herbst 2017.

Nachklapp zum Frühjahrs-Kunsthandwerkermarkt
Wieder waren fast 40 Austeller aus der Region und darüber hinaua zum Frühjahrs-Kunsthandwerkermarkt ins Langwedeler Rathaus gekommen, um ihre Werke zu zeigen. Die diesjährige Besonderheit war Tiffany-Glaskunst, die Besucher in besonderer Weise anzog. Am Sonnabend hinderte das sehr schlechte Wetter den üblicherweise großen Besucherstrom, der bei besserem Wetter nachgeholt wurde.

Für Kaffee, Kuchen und heiße Würstchen sorgte diesmal der Förderverein der Grundschule Langwedel. Die Einnahmen nutzt der Verein für besondere Anschaffungen.

Nachklapp zum Figurentheater "Die verzauberte Prinzessin"
Der Langwedeler Kulturverein e.V. hatte am 5.Februar kleine Leute ab 4 Jahre und große Leute zu einem Theaternachmittag im Rahmen der Reihe "Kindertheater und Kinderkultur" ins Rathaus in Langwedel eingeladen. Und viele Kinder kamen mit ihren Eltern, Omas und Opas um das spannende Stück von und mit Eva Spilker und ihrem Regenbogen-theater mitzuerleben. "Die Verzauberte Prinzessin", die eigentlich gar nicht verzaubert war, sondern nur einen spannenden Traum in der Nacht vor ihrem Geburtstag hatte, zog schnell die Besucher in ihren Bann und ließ kleine und große Leute mitfiebern.

Die vielen leuchtenden Augen machten deutlich, auch in Zeiten von Zeichentrickfilmen und Computern hat das traditionelle Puppen- oder Figurentheater nichts von seiner Faszination verloren.

Nachklapp zur Jahresabschlussveranstaltung "unglaublich"
Sonst hatte der Langwedeler Kulturverein zum Jahresabschluss immer ein Konzert geboten. Diesmal einen kabarettistischen Streifzug durch die Welt des Glaubens von und mit Pago Balke. Keine der Weltreligionen und ihren Protagonisten blieb verschont. Und Stoff für Unglaubliches schien unerschöpflich. Das zahlreiche Publikum war begeistert und manch' einer wurde auch erleuchtet, wie es Pago Balke versprochen hatte.

Eine besondere Würze erhielt die Veranstaltung durch Gerhard Stengert, einmal als Percussion-Untermalung des kabarettistischen Vortrags und dann mit Soli an der Marimba. Das Publikum erlebte einen Künstler an diesem Instrument, der mit seiner besondereren Virtuosität großen Beifall erhielt. Man versteht: Er ist wohl einer der bekanntesten Marimbaisten in Deutschland, der am Konservatorium Osnabrück lehrt.

Nachklapp zum Kindertheater "... und sie folgten dem Stern"
Es hat schon Tradition: im Langwedeler Häuslingshaus wurde wieder kurz vor Weihnachten ein weihnachtliches Stück für Kinder ab vier Jahre und ihre Familien aufgeführt. Diesmal das Stück "... und sie folgten dem Stern". Vieles Bekannte aus der Weihnachtsgeschichte kam vor: Kaiser Augustus, die drei Könige mit ihren Geschenken, aber auch drei bitterarme Freunde.

Nach dem Figurentheater Eckke Neckepen mit offen geführten Holzfiguren geht die Weihnachtsgeschichte so: Kaiser Augustus ist verzweifelt: Er weiß gar nicht wie viel Schlösser, Kutschen, Gold, ja noch nicht mal wie viele Untertanen er überhaupt hat und so gibt er den Befehl, dass sich jeder zu seinem Geburtsort begeben müsse, um sich zählen zu lassen. So machen sich auch die drei Freunde auf den mühevollen Weg. Wie sie dem Stern folgten, was sie wundersames auf dem Weg erlebten und schließlich zu dem Stall kommen, in dem sie ein Kind auf Stroh und drei Könige vorfinden, erzählt die Geschichte von und mit Christoph Bendikowski und seinen Figuren. Und der Schluss: Die Könige schenken dem Kind Gold, Weihrauch und Myrre, die armen Freunde ihre vom Stern gerade erhaltenen Geschenke, einen Lebkuchen, ein warmes Fell und ein Speielzeugpferd. Ein Wunder, dass die drei Freunde und die drei Könige Freunde werden?

Nachklapp zum Kindertheater "Der kleine Wal"
Die fünfteilige Reihe "Kindertheater und Kinderkultur" wurden erfolgreich am 13. November gestartet. "Der kleine Wal" von und mit dem Figurentheater Ekke Neckepen.

Die Kinder (und anscheinend auch Eltern bzw. Großeltern) verfolgten interessiert bis gespannt der poetischen Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem Schiffsjungen und einem kleinen Wal, einer großer Fahrt zur See und zahlreichen Abenteuern.

Die zahlreichen Besucher der Veranstaltung deuten zumindest an, dass der Langwedeler Kulturverein anscheinend mit seinem Ziel, Kindern die Möglichkeit zu bieten, Theater erleben zu können, ein Bedürfnis befriedigen konnte. Wir sind gespannt auf die Resonanz des nächsten Stücks unserer Reihe "Kindertheater und Kinderkultur".

Nachklapp zum Herbst-Kunsthandwerkermarkt 2016;
36 Kunsthandwerker und Kunsthandwerkerinnen stellten am 05. und 06. November 2016 ihre Werke und Produkte aus und boten sie zum Verkauf den sehr vielen Besuchern aus Langwedel, Verden, Achim und darüber hinaus an. Von herbstlichen, adventlichen und weihnachtlichen Gebrauchs- und Dekorationsartikeln, Schmuck und Geschenkartikeln wurde eine große Auswahl präsentiert. Die Anbieter kamen sowohl aus der Nähe, aber auch aus der gesamten norddeutschen Region, so dass auch diesmal wieder etwas Neues zu entdecken gab. Besonderes Augenmerk zog in diesem Herbst die Marionetten-Bauerin Frau Scholz auf sich. Sie zeigte ihre selbstgebauten Marionetten, die überzeugend bestimmte Charaktere wie einen Oberlehrer Besserwisser darstellte.

Als eine weitere Besonderheit stand eine Spendenbox bereit. Jeder dabei gesammelte Euro-Cent wird der Veranstaltungsreihe Kindertheater Kinderkultur zufließen, so dass die einzelnen Stücke zu einem für Kinder und ihre Begleitpersonen tragbaren Eintrittspreis angeboten werden können.

Der Förderverein der Oberschule am Goldbach betreute diesmal das Cafe im Obergeschoss des Rathauses. Der Erlös des selbstgebackenen Kuchens und des Kaffeeausschanks wird wie immer der Arbeit des Vereins zu Gute kommen.

Nachklapp zum Konzert "Celtic Fiddle, Harp and Song"
Der Langwedeler Kulturverein kündigte an: Am 22. Oktober wird es im Häuslingshaus irische Musik vom Feinsten mit Máire Breatnach und Thomas Loefke angeboten. Binnen einiger Tage war die Platzkapazität des Häuslingshauses erschöpft. Das hieß: Der Veranstaltungsort konnte nur der Langwedeler Rathaussaal sein. Die Grenze des zusätzlichen Kartenkontingenz wurde schnell wieder erreicht. Von daher erst einmal ein (finanzieller) Erfolg. Das wurde aber durch das Konzert zur Nebensache. Fantastisch das Spiel von Thomas Loefke an der irischen Harfe. Es erklang Musik wie ein Widerhall der besonderen Landschaften Irlands, Schottlands und der Färörer Inseln. Das Geigenspiel von Máire Breatnach und nicht minder ihr Gesang überzeugte als herausragende Musikerin und Sängerin mit außergewöhnlicher Ausstrahlung. Sie ist eine musikalische Geschichten-Erzählerin. Ihre Kompositionen handeln von Liebespaaren der irischen Mythologie, ihrer Lieder sind die großen, traditionellen Liebeslieder Irlands, die sie vorwiegend in gälischer Sprache vorträgt und damit einen hohen Grad an Authetizität erreicht.

Die zahlreichen Besucher erlebten einen Abend mit herausragender Musik mit ebenso herausragenden Musikern. Der Beifall fiel entsprechend intensiv aus, auch als Dankbarkeit einer für hiesige Ohren etwas andere Musik.

Nachklapp zum Tag des offenen Denkmals 2016
Thema des diesjährigen, bundesweiten Tag des offenen Denkmals war "Gemeinsam Denkmale erhalten". Der Langwedeler Kulturverein kann mit seinem Häuslingshaus einen Beitrag dazu leisten und lädt an diesem Tage zu einem Besuch des Häuslingshauses in Langwedel, Auf dem Sandberg 11 ein.

Aus aktuellem Anlass wurde das offizielle Thema etwas abgewandelt zu "Denkmale und Erinnerungen gemeinsam erhalten". Der Anlass: Im Sommer dieses Jahres wurde der Bildband "ut de Schooltied" fertiggestellt. Eine Gemeinschaftsarbeit mehrerer Privatpersonen, des Vereins "Kultur und Geschichte in Daverden" und des "Langwedeler Kulturvereins". Die umfangreiche Vorarbeit und mühsame Recherchen zu diesem Buch wurden aber von Heinz Kleinschmidt schon vor seinem Tode geleistet. Dieses Buch liegt nun zur Ansicht und natürlich zum Erwerb im Häuslingshaus aus. Zusätzlich wurde eine kleine Sammlung von Erinnerungen zur Geschichte der Volksschule in Langwedel gezeigt, angefangen vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Was das Denkmal Häuslingshaus betrifft wurde eine Bilddokumentation mit Erläuterungen zusammengestellt, die das Häuslingshaus im Zustand nach dem Wegzug des letzten Bewohners zeigt, den Werdegang der Renovierung unter dem Titel "Von der Ruine zur Kleinkunstdiele" und die Einweihung des fertiggestellten Hauses. Wie viele Helfer, Sponsoren und Schritte nötig waren, um das Häuslingshaus in den jetzigen Zustand zu versetzen, wird mit dieser Ausstellung noch einmal deutlich gemacht. Außerdem wurde in einer kleinen Dokumentation der Frage nachgegangen "Wer war Häusling im Häuslingshaus?".

Am Tag des offenen Denkmals war viel los in Langwedel: Kommunalwahl, Langwedeler Markt und eben Tag des offenen Denkmals. Auf einmal konnte man kaum alles haben. Deshalb wurde am folgenden Wochenende noch einmal die Gelegenheit gegeben, die Ausstellungen zu besuchen. Am Freitag den 23. September wurde die Schulausstellung mit einer Finissage beendet. Heinz-Dieter Gerkens berichtete als Zeitzeuge über die Schulsituation nach dem II. Weltkrieg in Langwedel. Den musikalischen Rahmen bildete die Flötengruppe um Roswitha Behrends. Die Bilddokumentation "Von der Ruine zur Kleinkunstdiele" bleibt aber noch eine Weile erhalten.

Nachklapp zur Kulturfahrt zum Speicher XI
In diesem Jahr war das Ziel der jährlichen Kulturfahrt des Langwedeler Kulturvereins der Speicher XI in der Bremer Überseestadt. Das Besondere an diesem historischen, unter Denkmalschutz steheneden Gebäude, welches einst als Lager diente, ist die neue Nutzung als Kultur- und Bildungsstätte. Reiner Schümer, Planer der Dr. Hübotter Gruppe, die das Projekt Speicher XI umsetzte, hat in einer zweistündigen Führung zu der Entstehung des Projektes sowie den Problemen bei der Umsetzung detailliert Auskunft gegeben, insbesondere zum Thema die baulichen Herausforderungen unter den Bedingungen des Denkmalschutzes zu bewältigen.

Mit dem Speicher XI hat der Bremer Bauunternehmer und Mäzen Prof. Dr. Klaus Hübotter, neben dem Schlachthof und der Villa Ichon einen weiteren Ort für die Bremer Kulturszene ins Leben gerufen, indem sich Kunst und Kultur realisieren können und dabei der Spagat zwischen ökonomischen Voraussetzungen, Kulturangebot und Kulturförderung möglich ist.

Traditionell enden die Kulturfahrten des Langwedeler Kulturvereins mit einer gemütlichen Stunde in einem Restaurant. So auch diesmal. Damit ging ein lehrreicher Tag zu Ende.

Nachklapp zum Sommerkonzert mit dem Bremer Salonorchester
Wir konnten auch für 2016 das Trio des Bremer Salonorchesters für einen Auftritt in Langwedelel gewinnen. Gespielt wurde aber wegen des erwarteten großen Zuspruchs im Langwedeler Rathaussaal und nicht im Häuslingshaus. Wieder wurde mitreisende Musik geboten, diesmal unter dem Motto "Eine Reise durch die Kaffeehäuser Europas".

Mitglieder des Ensembles waren Paul Bialek (Violine), Zsolt Dombovari (Cello) und Hans-Jürgen Osmers (Piano), allesamt mit klassischer Musikausbildung und Mitwirkende in verschiedenen Orchestern. Und das konnte man hören.

Das musikalische Programm folgte zunächst den Musik-Metropolen längs der Donau: Bukarest, Belgrad, Budapest, Wien. Weiter ging die musikalische Reise nach Amsterdam und der Frage, ob der erotische Tango erlaubt sei. Es folgte Musik aus in den Kaffeehäusern in Paris, Roms, Madrids und als Schlusspunkt Paul Linckes Berlin.

Das Trio präsentierte "leichte Klassik" wie sie vor hundert Jahren, bevor es Radio, Fernsehen, Internet und Musikanlagen gab. Da wurde Unterhaltungsmusik in Salons, Kaffeehäusern und Sommerkonzerten im Freien per Hand nur mit dem Instrument und ohne Technik gemacht.

Nachklapp zur Arttour 2016
Es ist eine erklärte Absicht des weitgefächerten Programms des Langwedeler Kulturvereins e.V., örtlichen und regionalen Künstlern eine Plattform zu bieten und ihre Werk einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Die diesjährig angebotene "Arttour" durch den Flecken Langwedel- mitlerweile die vierte dieser Art- ist ein Mittel zu diesem Zweck.

Die Organisation haben sich diesmal der Langwedeler Kulturverein und der Touristikverein Langwedel (Weser) auf die Fahnen geschrieben, natürlich in Kooperation mit den teilnehmenden Künstlern. Diese Zusammenarbeit wurde besonders vom Bürgermeister des Fleckens, Andreas Brandt, in seiner Begrüßung lobend hervorgehoben.

Die teilnehemenden Künstler kamen aus Verden, Kirchlinteln, Langwedel, Daverden, Cluvenhagen, Etelsen, Nindorf und Blender Das Häuslingshaus und umzu war eines der austellenden Orte und zugleich Startpunkt einer geführten Radtour durch die geöffneten Ateliers bzw. zur Sammelausstellung Etelser Künstler im Gemeindehaus der Etelser Kirche.

Als Resümee wurde berichtet: Alle Kunstorte waren liebevoll hergerichtet und wurden allgemein gut besucht, allein das Häuslingshaus zählte ca. 120 Gäste. Die Besucher kamen aus dem Flecken, aber auch aus Verden, Achim und Bremen. Die Arttour könnte sich also zu einem regionalen Ereignis mausern.

Die Arttour ist eine ganztägige Veranstaltung. Künster und Veranstalter haben sich darauf eingerichtet. Für Beköstigung und Getränke wurde demzufolge gesorgt. Kaffee, Kuchen und Gyrossuppe standen auf ghedeckten Tischen bereit.

Nachklapp zum Vortrag "Römisch-Kaiserzeitliche Bootslandeplätze im Bereich der Allermündung"
Die Archäologin und Bodenkundlerin Imke Brandt vom Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung, Wilhelmshaven referierte über die neuesten Forschungsergebnisse zu dem angesagten Thema. An sich ein wissenschaftliches Thema, aber viele Interessierte kamen, um sich zu informieren, was sich in unserer Region in Sachen Archäologie so tut: Wie die Flusslandschaft des ersten nachchristlichen Jahrtausends ausgesehen hat, wo die Aller und wo die Weser floss, wo ufernahe Siedlungen wie Landeplätzen lagen, wie die Kontakte der germanischen Siedler im Allermündungsgebiet ausgesehen haben könnten und ob sogar Kontakte zum Römischen Reich bestanden, ist ein wichtiger Forschungsansatz dieses Projekts.

Im Jahr 2015 konnte dazu ein erster Fundplatz in Verden/Dauelsen genauer untersucht werden. Es wurden u.a. bodenkundliche Bohrungen, geomagnetische Messungen und eine archäologische Ausgrabung durchgeführt.

Der Langwedeler Kulturverein e.V. freut sich über so viel Zuspruch zu Themen, die scheinbar abseits liegen. Wir fühlen uns darin bestärkt, in unseren Veranstaltungen immer mal wieder Gelegenheiten für Darstellung von Sachthemen zu bieten - jenseits der Spaßkultur. Wir werden die angekündigten weiterführenden Forschungen verfolgen und ggf. Frau Imke Brandt um einen Bericht darüber bitten.

Nachklapp zur Walpurgisnacht und zum 1. Mai am Häuslingshaus
Der Langwedeler Kulturverein verabschiedete sich aus dem April 2016 mit einer Walpurgisnacht. Ein buntes Programm für Kinder wurde geboten: Schminken, Seifenblasen pusten, eigene Buttonherstellung, "Freies Spielen". Die "Etelser Tanzbären" ergänzten das Kinderprogramm, ebenso eine Lesung aus der Geschichte "Die kleine Hexe" durch Ute Skovlund. Für das leibliche Wohl war natürlich auch gesorgt: Hexensuppe aus dem Feuertopf, Gegrilltes von der Feuerwehr, Flüssiges in diversen Formen und leckeres Eis aus dem Inscheder Eiswagen. Stephan Bierstedt-Bruhn sorgte am Abend für Livemusik. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde die neue Feuerschale des Langwedeler Kulturvereins eingeweiht (Kunst am Bau!) und ein Lagerfeuer angezündet, an dem Stockbrotbot gebacken wurde. Schließlich beendete Tina Badenhop mit ihrer faszinierenden Feuershow den Abend.

Der 1. Mai wurde mit dem Maibaum-Setzen (mit ausgefeilter Technik) begrüßt und von der "Moderner Dorfkapelle meli melo" gebührend begleitet. Die toll aufspielende Gruppe um Karin Christoph brachte auch den anschließenden Frühschoppen in die rechte Stimmung und leitete in das nachmittägliche Kaffee & Kuchen-Angbot über. Geboten wurde das obligatorische "Häuslingsfrühstück", wieder der Eiswagen aus Inschede, ein Kinderprogramm und Gegrilltes von der Feuerwehr. Auch für den Durst, bzw. dessen Löschung, war natürlich gesorgt. Und dann, am Nachmittag, setzte Tina Badenhop den Schlusspunkt mit Ihrer Tuchjonglage an einem Baum. Die Besucher waren begeistert und spendeten reichlich Beifall für diese atemberaubende und doch graziöse Show, der auch international auftretenden Künstlerin.

Als Fazit lässt sich zusammenfassen. Das Wetter, vor allem am 1. Mai, spielte wieder mit. Auffällig viele jüngere Eltern mit ihren Kindern nahmen unsere Angebote an. Und das freut den Langwedeler Kulturverein in besonderer Weise. Natürlich war die Organisation mit viel Arbeit vor, während und nach der Veranstaltung verbunden. Allen Helfern sei Dank für ihre Unterstützung.

Nachklapp zu Hexen, Heiden, Heilige in Langwedel
Nach langer Zeit besuchte Christiane Hess mit ihrem "theater am barg" Langwedel. Diesmal führte sie das Publikum in einem fantastischen Streifzug durch die schillernde, bezaubernd skurrile norddeutsche Sagenwelt. Die Presse schreibt: "Rethorisch brillant, pantomimisch hinreisend, mit Tiefgang und urkomisch enthüllt sie ihrem Publikum dabei Verblüffendes , Dramatisches und zutiefst Erheiterndes aus dem Reich der vermeintlich angestaubten heimischen Mächte und Mythen...".

Christiane Hess bietet im besten Sinne "Kleinkunst". Sie benötigt keine Technik-dominierte Kulisse. Ihr reicht ein simpler Spazierstock, eine Maske, eine Feder und ein Tagebuch als Requisiten - und ihre frappierende Wandlungfähigkeit von Rolle zu Rolle.

Die Veranstaltung fand im Langwedeler Häuslingshaus statt. Bekanntermaßen ist das ein kleines Haus und deshalb waren die Eintrittskarten für die verfügbaren Plätze bald ausverkauft. Die Besucher haben ihr Kommen nicht bereut, was an dem reichlichen Beifall erkenntlich war - und an den Fragen: Kommt sie bald wieder?

Nachklapp zum Bücherflohmarkt
Am zweiten und dritten Aprlil fand wieder der beliebte Bücherflohmarkt im Häuslingshaus statt. Durch viele Buchspenden konnte auch neue Literatur, unterhaltsam oder anspruchvoll, gefunden werden.

Ab dem frühen Nachmittag gab es Kaffee satt und selbstgebackenen Kuchen. Das war dann der Hit Büchermarktes, den der Langwedeler Kulturverein unter Leitung von Helga Behrmann und unter tätiger Mithilfe von Sigrid Ittermann und Karin Plumhoff durchgeführt haben.

Nachklapp zu den Langwedeler Kulturtagen 2016
Eröffnet wurden die Langwedeler Kulturtage mit einem Jazz-Konzert der Berliner Band 21. Die exzellente Truppe trat in der Formation Torsten Zwingenberger (Drums, Percussion), Tim Seier (Gitarre), Lionel Haas (Piano), Martin Lillich (Bass) auf. Alle sind exzellente Musiker, Arrangeure und Komponisten. Sie boten das erwartete highlight der Eröffnung, das mit einer kleinen Auswahl von Norbert Sauer-Gemälden "umrahmt" wurde.

Am Folgetag wurde die umfangreichere Norbert Sauer-Werkschau eröffnet. Das Häuslingshaus mit seinen besonderen Ambiente (und der geeigneteren Beleuchtung) gab den passenden Rahmen für seine Werke her. Gezeigt wurde ein Querschnitt seiner Arbeiten in Öl- /Acryl auf Leinwand, seine speziellen, preigekrönten Aquarelle und Radierungen mit der aufwendigen Mezzopinto-Technik. Wir waren froh, das Silke Sauer diese sehr beachtete Ausstellung ermöglicht hat. Zu danken sind denen, die ihren Privatbesitz für die Ausstellung zur Verfügung gestellt haben.

Aus der Friedensstadt Osnabrück bereicherten Günter Gall und Konstantin Vassiliev mit ihrem Erich Kästner-Programm die Langwedeler Kulturtage. Mit Erich Kästners Leben wurde eine Zeitreise durch ein ganzes Jahrhundert durch Lesungen, Lieder und Gedichten aufgeblättert. Musikalisch begleitet und gewürzt mit Soli von Kontantin Vassiliev erlebten die Besucher einen musikalisch-literarischen Abend der Extraklasse.

Als nächste Veranstaltung stand der preisgekrönte Filmbeitrag von 1987 "Sommer in Lesmona" auf dem Programm, vorgeführt von Wilfried Dally. Die Besucher wurden in die gehobene Bremer Gesellschaft um die Wende vom 19. in das 20. Jahrhundert versetzt. Licht- und Schattenseiten der damaligen patriarchalischen Gesellschaftsstruktur wurden in dem Streifen wiedergegeben. Ein wirkliches happy end wurde den Zuschauern zum allgemeinen Bedauern verwehrt.

Die folgende Diashow von Roland Marske erinnerte an das alte Ostpreußen, präsentierte den Verfall, aber auch die gebliebenen Schönheiten der Natur und der wieder aufgebauten historischen Gebäudeensemble einiger ostpreußiger Städte.

Den Abschluss der Langwedeler Kulturtage 2016 bestritt das Otto Groote-Ensemble. Musik aus dem Norddeutschen wurde von dem Trio Otto Groote, Matthias Malcher und Ralf Strotmann geboten. Nicht laut, sondern Lieder, die nach melancholischer, aber freundlicher Erinnerung klingen, versöhnlich und voller Wärme.

Nachklapp zu dem Cartoon-Workshop mit Lothar Bührmann
Was sind Cartoon? Wie lassen sie sich gegen Karikaturen abgrenzen? Und was sind dagegen Comics? Nachdem alle diese Fragen geklärt waren,hieß es "FANG SCHON MAL AN".

Nach zögerlichem Anfang kamen peu a peu mit Unterstützung von Lothar Bührmann Ideen, die in Cartoon-Zeichnungen umgesetzt wurden. Summa summarum war der Tag mit kreativer Arbeit ausgefüllt, und es hat Spaß gemacht.

Nachklapp zum Frühjahrs-Kunsthandwerkermarkt
Was ist zu diesem Kunsthandwerkermarkt noch zu sagen? Es war wie schon seit Jahren. Starke Besucherströme. Phantasievolle Aussteller. Allseits zufriedene Gesichter - Besucher und Aussteller. Andrang auf Kaffee und Kuchen. Dank muss vor allem der Marktleiterin Elke Raddatz gesagt werden, die das alles mit tätiger Mithilfe Freiwilliger des Langwedeler Kulturvereins organisiert hat

Nachklappzu "Wir brauchen keinen Teufel mehr, wir haben jetzt den Führer"
Es war keine leichte Kost, was Christoph Bendikowski mit seinem Theaterstück den Besuchern bot. Trotzdem war die anspruchsvolle Premieren-Veranstaltung sehr gut besucht.

Erzählt wurde eine Künstlergeschichte zwischen den Weltkriegen. Der Puppenspieler H.M. Rulff musste sich mit seinen damals nicht hinreichend deutschen Stücken in den Zeiten des Nationalsozialismus mit den Gleichschaltungsgedanken der NS - Kulturgemeinden herumschlagen, und die Kriegswirren überlebte er nur mit List und viel Phantasie.

Nach dem II. Weltkrieg gelangte er in ein kleines Dorf in der Schweiz, wo er in einem Kinderheim seine Erfüllung fand.

Christoph Bendikowski mit seinem Ekke Neckepen-Theater sei gedankt für ein Abendprogramm voller Witz, Wärme und Phantasie über das Leben eines vergessenen Künstlers und eines großartigen Menschen.

Nachklapp zu den Karibischen Klängen zum Jahresabschluss
Bei den "karibischen Klängen" der Zona Franca Band ging es in Ratssaal des Langwedeler Rathauses hoch her: Der veranstaltende Langwedeler Kulturverein hatte mit einer so hohen Zahl von Besuchern nicht gerechnet. Mit Gästen der Band waren es 140 Besucher. Da hieß es zunächst Stühle heranschleppen. Dann das Konzert: Klasse Band, klasse Musiker, klasse Sängerinen und zusammen echtes karibisches Flair. Kein Wunder, dass es einige nicht auf den Plätzen hielt. Sie mussten tanzen. Andere spendeten stehend Ovationen und klatschten im Takt.

Es war ein gelungener Konzertabend und eine fröhliche Einstimmung auf das neue Jahr.

Nachklapp zu "Weihnachten in der Manege"
Es gehört inzwischen zur Tradition,dass der Langwedeler Kulturverein kurz vor Weihnachten ein Figuren-Theaterstück präsentiert. Im stimmungsvoll hergerichteten Häuslingshaus bot Christoph Bendikowski mit seinem Ekke Neckepen Theater das Stück "Weihnachten in der Manege". Natürlich für Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern. War auch die eine oder andere alleinstehende Oma dabei? Jedenfalls verbreitete Christoph Bendikowski wieder eine gute Stimmung im Publikum und die Scheu vor den "spielenden Puppen", die das eine oder andere Kind verspürte, verging, als am Schluss die selbstgemachten Figurender angefasst werden durften.

Der Langwedeler Kulturverein e.V. überraschte die Kinder zum guten Ende mit kleinen Geschenken für den Heimweg.

Nachklapp zum Herbst-Kunsthandwerkermarkt
Über 3000 Besucher wurden von dem Angebot des Kunsthandwerkermarktes in Langwedel angezogen. Dieser gemeinsame Markt der Gemeinde Langwedel, des Langwedeler Kulturvereins e.V. und der Langwedeler Schulen sucht in der Region seines gleichen. An ca. 40 Ständen stellten Kunsthandwerker und Hobbykünstler ihre Werke aus, wobei die Marktmeisterin Elke Raddatz wieder einmal eine hervorragende, vielfältige Auswahl zwischen Altbewährtem und Neuem getroffen hat. Einzigartig war mit Sicherheit der Stand von Manuela Urban-Lehmann, die gefilzte Bilder aus handgefärbter Schafwolle ausgestellt hatte. Landschaften, Portraits, Blumen und Tiermotive werden durch mehrere Lagen gezupfter Wolle durch ihre Hand dreidimensional.

Aber auch die Töpfereien, Handarbeiten und Weihnachtsdekorationen fanden selbst bei 20 Grad Außentemperaturen Interesse und Liebhaber, so dass nach zwei anstrengenden Tagen sowohl Organisatoren, Aussteller und Besucher auf einen erfolgreichen Markt zurück blicken können.

Nachklapp zum Vortrags- und Diskussionsabend zu Flüchtlingen nach dem Weltkrieg II
Im Frühjahr 1945 lag Deutschland in vielen Teilen in Schutt und Asche. Millionen Deutsche verloren in den Ostgebieten ihre Heimat und zogen in langen Trecks Richtung Westen.

Bis Ende 1945 stieg im Landkreis Verden die Bevölkerung auf über 80.000 Einwohner an. Davon waren etwa 35% Flüchtlinge oder Evakuierte. Auch die Gemeinde Langwedel musste sich den Problemen der Unterbringung und der Versorgung der Flüchtlinge stellen.

Der Langwedeler Kulturverein e.V. widmete diesen Ereignissen einen Vortagsabend, den Rolf Göbbert und Harald Gerkens bestritten. Danach kamen Zeitzeugen zu Wort, die ihre ganz persönlichen Erlebnisse schilderten.

Nach erheblichen Schwierigkeiten in den ersten Jahren der Nachkriegszeit ging es langsam bergauf in Deutschland, und es folgte das sogenannte "Wirtschaftswunder". In Orten wie Nindorf und Daverden entstanden neue Siedlungen, deren Straßennamen auf die Herkunft der einstigen Häuslebauer erinnern, die vom Amt für Agrarstruktur günstig Bauland zur Verfügung gestellt bekamen.

Flüchtinge verdingten sich zunächst in der Landwirtschaft. Erst nachdem die Neuankömmlinge aus dem Arbeitssektor Landwirtschaft in die Industrie und den Dienstleistungssektor wechselten, stiegen die Löhne, und die ersten großen Wünsche konnte erfüllt werden. Neben dem Hausbau stand der Erwerb eines Autos ganz oben auf dem Wunschzettel.

In den 1950ger Jahren fotografierte Franz Lulis, gebürtig aus Sudauen (heute teils litauisch und teils polnisch), seine Frau Natalie und eine Bekannte am neuen Haus in der Schlesierstraße in Nindorf vor dem frisch erworbenen Lloyd 600 aus den Bremer Borgward Werken.

Warum noch einmal das Flüchtlingsthema aus der Vergangenheit? Das Thema ist leider wieder hochaktuell, und einiges lässt sich sicher zu den anstehenden Problemen und der Relation zu des heutigen Flüchtlingsströmen lernen!

Nachklapp zum "Drucken auf altem Leinen"
Vom Tag des offenen Denkmals waren die Austellungsstücke und Informationstafeln noch in der Diele des Häuslingshauses als Überbleibsel vorhanden. In diesem Ambiente wurde eine Woche später Leinen in einem Workshop liebevol bedruckt. Nach einer ersten Einweisung der Kursleiterin, Frau Gunda Drewes, ging es ans Werk. Aus um die tausend Linolschnitt-Models konnten die Kursteilnehmer auswählen und ihre mitbrachten Leinenstücke farblich bedrucken.

Abgesehen von einem Mittagsimbiss, den der Langwedeler Kulturverein e.V. bereitgestellt hatte (es wurde Kürbisssuppe gereicht), wurde etwa sieben Stunden konzentriert gearbeitet. Herausgekommen sind wirklich schöne Stücke und rundum zufriedene Kursteilnehmer mit Geschmack auf mehr.

Nachklapp zum Tag des offenen Denkmals
Am 13. September 2015 öffneten bundesweit Denkmale ihre Tore. Das diesjährige Thema war "Handwerk, Technik, Industrie". Passend zum niederbäuerlichen Charakter des preisgekrönten Langwedeler Häuslingshauses war das Motto, Leinenanbau von der Aussaat bis zur Ernte, seine Verarbeitung mit alten handwerklichen Techniken in einer Ausstellung nachvollziehbar dargestellt.

Große und kleine Gerätschaften, die zur Herstellung von Leinenrohstoff erforderlich sind, wurden ausgestellt und soweit wie möglich in ihren Funktionsweisen demonstriert: Wie aus Rohleinen ein Faden mit einem Spinnrad entstand, wie aus einem Faden eine feine Spitze geklöppelt oder gehäkelt wird, konnte man ebenso erleben, wie aus einem gewebten Stück Leinen mit alten Techniken, unter anderem einer uralten Nähmaschine, ein Produkt für den Gebrauch oder zur Zier entsteht. Ebenso wurde gezeigt, wie ein Leinentuch durch farblichen Druck mit handgemachten Models verschönert wurde.

Die Diele, die "gute Stube" und der Außenbereich des Häuslingshauses waren für alle diese Objekte und Tätigkeiten hergerichtet worden. Ein historischer Bauernwebstuhl aus der Ortschaft Langwedel war dabei der Ausstellungsmittelpunkt in der Diele.

Nach dem Rundgang durch die Ausstellung mit detaillierten Erläuterungen auf Schrifttafeln und Bildern zur Erläuterungen der Arbeitsgänge der Leinenverarbeitung wurde deutlich, welchen Aufwand unsere Vorfahren betreiben mussten, um einen Meter Leinen herzustellen und welchen Wert es bedeutete, wenn leinene Kleidung, Artikel des täglichen Gebrauchs, Decken oder gar ein ganze leinene Aussteuer für Bräute angefertigt werden musste.

Der Tag des offenen Denkmals ist ein Fest für die erhaltenen Denkmale. Dazu gehört natürlich eine angemessene Bewirtung der Gäste. Am Vormittag, ab10:00 Uhr, wurden das traditionelles "Häuslingsfrühstück" und Milchshakes angeboten. Dafür stand eine kleine Bar, mit einem Zelt überdacht, zur Verfügung. Am Nachmittag, ab 14:00 Uhr, wurden Kaffee & Kuchen angeboten. Auch dafür standen Plätze in einem Zelt bereit. Da im Großen und Ganzen angenehmes Wetter herrschte, wurde auch die Gelegenheit genutzt, im Freien zu sitzen.

Der Langwedeler Kulturverein und alle Unterstützer haben sich über die große Resonanz beim Tag des offenen Denkmals in Langwedel sehr gefreut. Nicht nur deshalb gibt der Verein am kommenden Sonntagnachmittag von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr die Gelegenheit, den Ausstellungsteil in der Diele des Häuslingshauses zu besichtigen und erläutert zu bekommen.

Nachklapp zur Übergabe einer Bronzeplakette der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) weist mit Plakette an (geschützten) Denkmalen auf ihre Förderung hin. So jetzt auch am Langwedeler Häuslingshaus am 11. September 2015 kurz vor dem Tag des offenen Denkmals.

Frau Schoene als Vertreterin der DSD würdigte in einer Ansprache die Aufbauleistung des Kulturvereins, besonders auch die ehrenamtliche praktische Arbeitsleistung von 6000 Stunden, ohne die bei den verfügbaren Finanzmitteln das Haus nicht hätte wieder restauriert werden können. Frau Schoene wünschte dem Haus für die Zukunft alles Gute.

Die Ortsbürgermeisterung, Frau Ernst, richtete danach vor der Teilnehmerrunde ein Grußwort des Bürgermeisters des Fleckens Langwedel Andreas Brandt (der den Termin leider nicht wahrnehmen konnte) und skizzierte die Geschichte, Bedeutung und Restaurierung des Häuslingshauses.

Ein kleiner Umdrunk und eine Führung im und am Haus für die DSD-Vertreter bildete den Abschluss der Plakettenübergabe.

Nachklapp zur Ausstellung von Udo Smorra-Skulpturen
Im Verlaufe der dreiwöchigen Ausstellung konnten sich an die zweihundert Besucher mit den Werken Udo Smorras auseinander setzen und staunen, was aus Altem entstehen kann.

Während der Vernissage hat Udo erklärt, warum er es passend findet, seine Skulpturen im Häuslingshaus zu präsentieren. Er sagte etwa so: Bei seinen Arbeiten wird aus Altem, Weggeworfenem, nicht mehr Brauchbarem etwas Neues mit eigener Ästhetik geschaffen. Das Häuslingshaus war auch heruntergekommen, nicht mehr bewohnbar. Auch daraus entstand Neues. Im Verborgenen waren Lebensspuren früherer Bewohner erkennbar, wurden herausgearbeitet und bekamen wieder ihren Wert. Entstanden sind ein historisches Zeugnis der niederbäuerlichen Gesellschaftsschicht und eine Stätte für Kunst und Kultur,

Beim Betrachten Udo Smorras Werken erstaunt die Ausdruckstärke der Plastiken, die zuweilen mit einfachster Formgebung und Konfiguration erreicht wird. Andererseits werden Wesen aus der Tierwelt beinahe filigran abgebildet, filigran jedenfalls relativ zu dem verwendeten Material und der Art der Verarbeitung.

Udo Smorras Ausstellung war eine Bereicherung des kulturellen Angebots des Langwedeler Kulturvereins! Danke dafür.

 




























Fotos: Jutta Gründemann


















Bilder: Jutta Gründemann




Bilder Jutta Gründemann










Bild: Wolfgang Hustedt


Bild: Jutta Gründemann



Bild: Jutta Gründemann; Sigrid Ernst wirbt für Kinderkultur




















Lächelnd hören sie den Erinnerungen von Heinz-Dieter Gerkens zu


Zeitzeugen tauschen Erinnerungen aus.

Einige der Lehrer
Fotos:Jutta Gründemann







































Bild: H.Fronzek

Bild: H.Fronzek

Bild: B. Müller










Bild: Imke Brandt




Bild: Jens Wenck


Bild: Manfred Rischkopf


Bild: Herbert Kaufmann sen.


Bild: Herbert Kaufmann sen.


Bild: Herbert Kaufmann sen.


Bild: Manfred Rischkopf

















Öl/Aquarelle: Norbert Sauer










Lothar Bührmann, "außer atem", 2009











Bühnenbild: Christoph Bendikowski















































































Bilder: H. Fronzek






Bilder: M. Schoene, E. Skrzypczinski



Udo Smorra: Pelikan