Termine


250 Jahre Häuslingshaus - 5 Jahre Kleinkunstdiele
Das Häuslingshaus in seiner Ursprungsform ist vor 250 Jahren erbaut worden. 2013 konnte das restaurierte Haus eröffnet werden und dient seit dem, also immerhin schon 5 Jahre lang als Ort der Kunst und Kultur.

Am 11. und 12. August findet die Feier zu diesem doppelten Jubiläum statt. Aus diesen Anlässen gibt der Verein eine Dokumentation zur Baugeschichte des Häuslingshauses, seine Rekonstruktion und der Veranstaltungen des ersten Jahres heraus, die programmatisch für unsere Kulturangebot stehen. Diese Schrift ist für 12,00 € zu erwerben.

Eröffnet werden die Feierlichkeiten mit einer Vernissage zur Ausstellung "Wanderarbeiter" am 11.August 2018 um 16.00 Uhr in der Kleinkunstdiele des Häuslingshauses, Auf dem Sandberg 11. Bilder, Dokumente und Objekte zum Thema werden gezeigt. Die Ausstellung wird bis zum 09.September 2018 zu sehen sein. Sie endet somit am "Tag des offenen Denkmals". In diesem Zeitraum ist die Ausstellung jedes Wochenende von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Am 12.August 2018 von 11.00-18.00 Uhr werden dann im Garten des Häuslingshauses die Jubiläumsfeierlichkeiten forgesetzt. So können die Besucher auf den Schäfer Jörk Hehmsoth aus Nindorf mit einigen seiner Tiere sehen. Der Imker Imker Heinrich Kersten aus Eißel wird sein Bienenvolk präsentieren. Eine Auswahl von traditionellem Handwerk wie Drechsler, Korbflechter und Drucker mit Bleilettern wird ebenfalls demonstriert. Dazu kommt eine beispielhafte Leinenverarbeitung, oder man kann sich auch noch zu einem Kurs "Raku-Brennen" bei Corinna Möller anmelden unter 04232 1590.

Über die Mittagszeit werden Schaf- und Geflügelwürstchen, sowie eine vegetarische Kürbissuppe angeboten. Ab 14.00 Uhr laden die Frauen des Vereins zu Kaffee und Kuchen ein. Dazu gibt es die passenden Getränke. Es tut sich also eine Menge im Häuslingshaus und um das Haus herum. Gäste sind jedenfalls herzlich willkommen. Wie zur Ausstellung wird auch zu den Aktionen am 12. August kein Eintritt erhoben.

"Klangteppiche"
Am 22. September ab 20 Uhr präsentiert der Langwedeler Kulturverein e.V. ein Elektronikkonzert ganz ungewöhnlicher Art.

Während viele Kreisverdener Henning Pertiet als Boogie Woogie Spezialisten kennen, begeben sich Pertiet und Jan-Hinnerk Helms im Häuslingshaus mit Buchla-Sythesizern in neue experimentelle Welten. Lange wurde die Elektronikmusik der Großmeister wie Klaus Schulze und Jean Michel Jarre als Spinner- oder Drogenmusik verkannt. Mit langen simplen und hypnotischen Kompositionen wurde der Wert dieser sphärischen Klanggebilde unterschätzt.

Erst als Jean Michel Jarre mit dem Hit „Oxygene“ die Hitparaden stürmte, erreichte die Musik aus dem technischen Orbit die Mitte der Gesellschaft. Und obwohl insbesondere deutsche Musiker zur Avantgarde der Szene gehörten, wurden deren Vorkämpfer wie Klaus Schulze zuerst im Ausland gefeiert. Schulze bekannte sich offen zu Musikexperimenten. Unter dem Pseudonym Richard Wahnfried produzierte er die musikalischen Endlosschleifen Schwung und Druck. Im Gegensatz zu Pertiet bevorzugte Schulze Moog-Synthesizer und arbeitete eng mit dem Hersteller zusammen. Heute spricht man von Kunstmusik, wenn Klangwelten aus Großrechnern gezaubert werden. Ob Pertiet und Helms es den Vertretern der Berliner Schule gleichtun, wird man im Häuslingshaus erfahren.

Der Eintrittspreis im Vorverkauf beträgt 15 € bei Rohrberg, Fachwerk Achim und Blumen Hartmann in Verden; an der Abendkasse 18 €.

"Schöne Frau, tote Frau"
Spannende Unterhaltung verspricht die Lesung des Krimis "Schöne Frau, tote Frau" am 23. September 2018 um 16.00 Uhr im Langwedeler Häuslingshaus, Auf dem Sandberg 11. Im neuesten Kriminalroman mit Thriller-Elementen geht es um einen geheimnisvollen Frauenmörder im Umfeld einer psychiatrischen Klinik, der jeweils am Tatort ein Grablicht und eine Spielkarte zurücklässt. Autor des Krimis ist der Psychiater Thorsten Sueße, der in seinem beruflichen Alltag regelmäßig mit der Polizei Hannover zusammenarbeitet und diese Insider-Kenntnisse realitätsnah in seine Kriminalromane einbaut. Sueße hat außerdem langjährige schauspielerische Vorerfahrung, die er nutzt, um seine Lesungen stimmlich sehr abwechslungsreich und mitreißend zu gestalten.

Zur Handlung des Romans: Eine Mordserie versetzt die Region Hannover in Angst. Offensichtlich sucht sich der Täter seine Opfer gezielt aus, bevor er sie überwältigt, fesselt und anschließend erdrosselt. Was bedeutet es, dass er neben jeder Toten ein Grablicht und eine Spielkarte hinterlässt?. Die ermordeten Frauen kommen aus dem Umfeld einer renommierten psychiatrischen Privatklinik, in der es in letzter Zeit zu dramatischen Vorfällen gekommen ist. Was steckt hinter den mit präziser Gleichförmigkeit ausgeführten Morden? Eine tiefgreifende psychische Störung, gekränkter Stolz, Rache …? Fragen gemacht für einen Psyschiater!

Hauptkommissar Thomas Stelter steht unter Erfolgsdruck. Um weitergehende Hinweise auf das Motiv des Mörders zu erhalten, wendet sich Stelter an Dr. Mark Seifert, den in forensischer Begutachtung äußerst erfahrenen Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes. Der Hannoversche Psychiater stellt eigene Ermittlungen an und muss erfahren, dass der Täter auch nicht davor zurückschreckt, brutal in Mark Seiferts Privatbereich einzudringen.

Der Autor Thorsten Sueße, geboren 1959 in Hannover, verheiratet, zwei Kinder, wohnt seit vielen Jahren mit seiner Familie am südlichen Rand seiner Geburtsstadt. Seit 2004 leitet er den Sozialpsychiatrischen Dienst der Region Hannover. Bei der Darstellung der Handlung seiner Kriminalromane orientiert er sich an seinem eigenen Arbeitsalltag, der durch eine regelmäßige Zusammenarbeit mit der Polizei Hannover geprägt ist.

Rückblicke


In Vino Veritas
Kurz nach 17:00 Uhr trudelten die ersten Gäste zum jährlichen Sommerkulturfest des Langwedeler Kulturvereins ein. Sozusagen als Einstimmung auf das abendliche Konzert wurde im den Garten des Häuslingshauses ein Picknick angeboten. Bei kühlen Getränken und einem italienischen Antipasti-Buffet konnte man den Sommernachmittag bei fröhlicher Musik und guten Gesprächen genießen und sich ein bisschen Urlaubsfeeling zu Hause gönnen. Speis‘ und Trank wurden für kleinen Preis angeboten.

Um 20.00 Uhr wurde übergeleitet zum literarischen Konzert "In Vino Veritas" (Im Wein liegt die Wahrheit) mit Ihno Folkerts und Benedikt Vermeer (zwei aus der Gruppe Trio Limusin). Der Platz in der Diele des Häuslingshauses war prall gefüllt. Unter dem Motto „Das kann ja heiter werden“ machten die beiden Künstler wahr, einen (be)rauschenden Abend, ganz ohne Alkohol zu präsentieren. Das Programm befasste sich literarisch mal mit den bewusstseinserweiternden, mal aber auch gegenteiligen Wirkungen des Rebentropfens. Wunderbare Höhenflüge des Geistes werden gefeiert, aber auch die fatalen Folgen des allzu intensiven Alkohol-Genusses bleiben nicht unbenannt – wie etwa in Kurt Tucholskys "Ein älterer, aber leicht besoffener Herr".

Es zeigte sich wieder einmal, dass Karten im Vorverkaus für Veranstaltungen im Häuslingshauszu erwerben, eine kluge Sache ist. Der Veranstalter hatte große Mühe, allen Teilnahmewünschen gerecht zu werden.


Archaisch Kochen, Fein Esssen
Unter diesem Motto trafen sich neun Männer am Häuslingshaus, neugierig auf das, was sie erwartete. Organisiert wurde dieses besondere Ereignis vom Langwedeler Kulturverein e.V. mit Wolfgang Pade und seinem Chefkoch Carsten Fischer, Namen, die man in der Region kennt.

Die Zubereitung der Speisen, orientiert an dem, was man im Häuslingshaus früher so gegessen haben mag und erfolgte auf elementare Weise unter freiem Himmel mit Feuer, Glut und dem begeitetdem Geruch von Rauch. Garverfahren (fast) ganz ohne Gas oder Strom wurden angewandt!

Der nach dem von Wolfgang Pade und seinem Chefkoch Carsten Fischer konzeptierten Kochkurs startete am Nachmittag und führte zu einem fünfstündigem, intensivem Gemeinschafterlebnis. Es sollte ein Menü mit fünf Gängen werden. Es gab Dickmilch-Ziegenkäse-Dipp mit Wiesen- und Bachkräutern auf Grillfladenbrot und selbst hergestellten Knäckebrot. Allein dieser erste Gang war schon ein Erlebnis. Aber auch gegrillter Spargel kam auf den Tisch, ein besonderer Leckerbissen. Im nächsten Gang gab es gebeizten Wels mit verbrannten Zwiebeln, mit Sauerampfer-Emulsion und Buchweizen-Blinis und Salate von eingelegten Gurken, Rettich und Radieschen mit Buttermilchdressing. Die geplante Methode, Fisch in der Erde zu garen, musste auf Grund des feuchten Bodens abgeändert werden. Stattdessen wurde der Wels auf Pinienholz im offenen Feuer gegart. Im nächsten Gang gab es hausgemachten Speck im Bohnen-Kartoffel-Eintopf. Und das Besondere: Die Fleischeinlage bestand aus Nutrias (die zeitweise am Häuslingshaus gezüchtet wurden). Im Hauptgang gab es dann Stenderahner Freilandhähnchen platt im Ganzen vom Grill mit geräucherten Pastinakenscheiben und Mangold. Zum Nachtisch wurde Erdbeerdessert auf Sahnegries gereicht.

Im Häuslingshaus hatten Sigrid Ernst und Martina Schmincke eine Tisch festlich gedeckt, und das war angesichts der archaischen Zubereitung ein Kontrastprogramm, eben der Teil "Fein Essen" mit feinem Geschirr und fein aufgetischten Speisen.


"Puppen an Fäden"
Das war eine Ausstellung der besonderen Art. Rotraut Scholz stellte einige ihrer Marionetten im Langwedeler Häuslingshaus. Diese Bilder sind die einem gemeinsamen Foto-Projekt mit Uwe Jöstingmeier entstanden. Als Team haben sie die kleinen Figuren an Fäden passend zu ihrem Charakter in realen Umgebungen in Szenen gesetzt.

Die bemerkenswerte Ausstellung wurde mit einer Vernissage eröffnet. Gert Alsleben und Julie Kempinski sorgten dabei für den musikalischen Teil.


Traditionelles Maifest in Langwedel
Der Langwedeler Kulturverein in Zusammenarbeit mit der Langwedeler Feuerwehr und Klenke's Gasthaus lud wie schon in den vergangenen Jahren an zwei Tagen zum Maifest um das Häuslingshaus ein.

Begonnen wurde am 30. April, ab 18:00 Uhr mit der Walpurgisnacht. Da präsentierten professionelle Feuerartisten, die Truppe feuerfuchx, eine Feuershow mit Feuerstäben, Fackeln, Körperfeuer und Feuerspucken. Das zahlreichePublikum war faszinierd von den Darbietungen.

Mit handgemachter Musik von Gitarre und Mundharmonika des Daverdener Michael Schmitz um ein offenes Lagerfeuer wurde es romantisch. Kinder konnten dort ihr Stockbrot backen oder andernorts sich gruselige Masken schminken lassen. Auch annsonsten war für das leibliche Wohl mit vielerlei Getränken und Wurstvariationen gesorgt. Aus einem Hexenkessel wurde kösliche Gulaschsuppe gereicht. Von der Sektbar konnte man sich diverse verhexte Getränke einschenken lassen. Wer an seiner Zukunft Interesse zeigt, dem/der stand unsere Wahrsagerin zur Verfügung.

Es war ein gelungener Abend und eine halbe Nacht mit vielen Gästen.

Der erste Mai? Fast zum Vergessen, wettermäßig. Trotzdem war Beginn 11:00 Uhr mit dem Aufstellen des geschmückten Maibaums vor dem Häuslingshaus, ganz nach Tradition. Es folgte ein stark eingeschränkter Frühschoppen. Begleited solle der mit Hot Jazz aus Bremen präsentiert von den "New Orleans Feetwarmers". Die Musiker mussten sich leider in das Häuslingshaus zurück ziehen. Liebhaber konnten dort den Hot Jazz bis 16:00 Uhr genießen. Kaffee und selbstgebackenen Kuchen konnte dennoch in den aufgestellten Zelten serviert werden. Und außerdem klarte das Wetter am Nachmittag langsam auf. Der Langwedeler Kulturverein lässt sich durch Wetterkapriolen auch in Zukunft nicht verdriessen.


Nachklappzur Ausstellung "Hochzeiten im Wandel der Zeit" Die Ausstellung startete am 24. März mit einer Vernissage. Zu diesem Anlass leitete Dr. Björn Emigholz, Leiter des Domherrenhauses Verden, mit einem Vortrag über "Hochzeitsbräuche" die Ausstellung ein. Den musikalischen Rahmen boten Gert Alsleben am Piano und Julie Kempinski Gesang und Geige.

Passend zum Thema wurde am 25. März zur besten Kaffeezeit eine dreistöckige Hochzeitstorte angeschnitten. Natürlich lockte das viele Besucher an, die ein Stück ergattern wollten. Es reichte für alle.

Die Ausstellung beschäftigte sich mit Hochzeiten und dem Zustandekommen von guten Ehen Im Wandel der Zeit. Viele Langwedeler, aber auch Menschen aus dem Verdener Raum hatten ihre bis jetzt wohl gut gehüteten Schätze für diese Sammlung zur Verfügung gestellt und ihr Geschichten dazu erzählt. So wurden viele Fotos seit der Jahrhundertwende und Exponate bis in die 50-er Jahre des letzten Jahrhunderts zusammengetragen, und es entstand eine interessante, vielfältige Sammlung.

Die Themenbereiche Aussteuer, Mode oder Bräuche wurden besonders anschaulich gezeigt. Viel Wissenswertes aus der Historie ließ sich auch auf Schrift-/Bildtafeln nachlesen.

Ein Augenmerk wurde auf die Eheschließungen rund ums Häuslingshaus gelegt. So war es dem Kulturverein gelungen, einen Ehevertrag im Zusammenhang mit dem Häuslingshaus aus dem Jahre 1870 und den Kaufvertrag des Häuslingshauses aus dem Jahr 1873 zu präsentieren. Die verwandtschaftlichen Zusammenhänge zu den Bildern der "Hochzeiter" des Häuslingshauses wurde in einem Stammbaum aufgezeigt.

Das Gegenstück des Ehevertragezu aus einer niederbäuerlichen Schicht bildete ein Ehevertrag der Langwedeler "Bürgerfamilie" Rowohlt aus dem Jahr 1784. Daraus wurden die erheblich unterschiedlichen Besitzverhältnisse in der ländlichen Bevölkerung deutlich. Auf einer Schrifttafel wurde dieser Vertrag gezeigt.

Die Ausstellung war an den Öffnungstagen durchweg gut besucht und traf auf Anerkennung. Also war es ein voller Erfolg.

Nachklappzur Kinderkulturreihe Mit dem Stück "Piratten an Bord" des Ekke Neckepen-Theaters endete die fünfteilige Veranstaltungsreihe für Kinder 2017/2018. In der Regel waren die einzelnen Veranstaltungen gut besucht und Kinder, Eltern oder Großeltern hatten ihren Spaß. So solls sein.

Herzlichen Dank sagen wir für die Unterstützung der lokalen Arbeitsgruppe Jugend&Familie des Landkreises Verden. Ohne diese Unterstützung könnte der Langwedeler Kulturverein eine Kinderkulturreihe nicht stemmen.

Der Langwedeler Kulturverein plant auch für die kommenden Wintermonate wieder ein fünfteiliges Kinderprogramm, das im Bürgersaal des Rathauses stattfinden wird. Näheres wird in der lokalen Presse bekannt gegeben.

Nachklappzur Buchvorstellung "Es war hier, nicht anderswo" Unter dieser Überschrift und dem Untertitel "Der Landkreis Verden im Nationalsozialismus" stellten auf Einladung des Langwedeler Kulturvereins e.V. die Herausgeber Dr. Joachim Wook und Hermann Deuter das Werk im Langwedeler Häuslingshaus vor. Hermann Deuter gab einen Überblick über den Inhalt des Buches, das in vier Teile gegliedert ist: Einem Prolog einer 90 jährigen Jüdin, die Konzentrationslager überlebt hatte. Der Aufstieg und die Machtübernahme des Nationalsozialismus in Achim und Verden ist Inhalt des zweiten Teils. Es folgen Beschreibungen des "alltäglichen Nationalismus" von 1933 bis 1945 und wo sich Widerstand regte. Die Rolle der regionalen Presse, der Kirche und der Gestapo wird ebenso beleuchtet. Der vierte Teil schildert die Folgen des Krieges, den Neuaufbau unserer Region und Formen des Gedenkens an die Naziherrschaft.

Dem Buch gingen intensive Recherchen lokaler Quellen und Berichte von Zeitzeugen der 19 Autoren und Autorinnen voraus, die sich in über 80 Beiträgen manifestieren. Darunter auch ein Beitrag zu Cato Bontjes van Beek, die ihre Kindheit und Jugend in Worpswede verbrachte. Sie wurde 1943 in Berlin Plötzensee wegen ihres Widerstandes hingerichtet.

Geschichte vor Ort, so Hermann Deuter, sei geeignet Interesse und Empathie zu wecken, auch bei jungen Menschen. Das war bei den vielen Besuchern der Veranstaltung der Fall. Allerdings: Jugendliche aus der örtlichen Oberschule suchte man vergebens.

Nachklapp"zum Vortrag Handelswege Norddeutschlands im Mittelalter" Handel und Austausch haben die Menschen über die Jahrhunderte hinweg zusammengebracht. Die Transportwege über das Wasser spielten im Mittelalter und der frühen Neuzeit, als noch nicht Chausseen und gar die Eisenbahn den Landweg attraktiv machten, eine ungleich höhere Rolle. Im Nordseeküstenraum, an den Flussmündungen lagen die Handelsplätze, die sich im Mittelalter zu Städten ausbildeten. Von den frühmittelalterlichen Handelsplätzen bis hin zu den spätmittelalterichen Hansestädten spannt sich der Bogen. Hier waren nicht nur Kaufleute die Akteure, sondern auch Landesherrn, Wegelagerer und Seeräuber. Der Vortrag beleuchtet die Verkehrswege, die Zollstellen und Marktrechte, die den politischen und rechtlichen Rahmen für den Austausch der Waren boten.

Das Interesse an diesem Thema war überraschend groß, jedenfalls so groß, dass das Häuslingshaus die Besucher gerade noch aufnehmen konnte.

Prof. Dr. Sander, Leiterin des Schlossmuseums Jever und Honorarprofessorin am Institut für Geschichte der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg, stellte das Thema sehr lebendig in Wort und Bildern dar. Anschließend entwickelte sich einen rege Disskusion und die Besucher mit Erkenntnisgewinn nach Hause gehen.

Nachklapp"zur Jahresabschlussveranstaltung Zur Jahresabschlussveranstaltung 2017 hatte der Langwedeler Kulturverein einen der Altmeister der Songschreiber und Musiker in den Bürgersaal des Rathauses Langwedel eingeladen: Helmut Debus. Diemal nicht allein, sondern mit seiner Band.

Helmut Debus, Jahrgang 1949, aufgewachsen in Brake an der Weser, singt und schreibt seit mehr als 40 Jahren Lieder und Texte in seiner Muttersprache, seiner Herzenssprache, plattdeutsch in der besonderen Ausprägung der Braker Region.

Die Besucher bekamen ein außergewöhnliches Hörerlebnis zum Jahresende, die die Vielfalt der niederdeutschen Sprache und ihre Ausdruckskraft lieben.

Nachklapp zum Bücherflohmarkt Am 28. und 29. Oktober fand wieder der beliebte Bücherflohmarkt im Häuslingshaus statt. Durch viele Buchspenden konnte auch neue Literatur, unterhaltsam oder anspruchvoll, gefunden werden.

Ab den frühen Nachmittagen gab es Kaffee satt und selbstgebackenen Kuchen. Das war dann der Hit Büchermarktes, den der Langwedeler Kulturverein unter Leitung von Silke Fronzek und unter tätiger Mithilfe von Jutta Gründemann und Karin Plumhoff durchgeführt haben.

Nachklapp zu "MENSCHEN ART 2" Kunst und Kultur ist ein unverzichtbares Lebensmittel jenseits der Nahrung. Kunst ensteht mitten im Leben, bereichert die Gemeinschaft und zeigt deren Widersprüche auf. So auch die Ausstellung "MenschenArt 2" , die Kunstwerke in einem historischen Gebäude präsentierte.

Dieter Juknischke zeigte seine Skulpturen aus Bronze, Sandstein, Mamor und edlem Holz. Seine Werke bestechen durch die besonders sorgfältige Bearbeitung der unterschiedlichen Materialien und die große Ausdruckskraft. Durch die farbenfrohen Bilder von Margit Schöler-Wippler wurde ein schöner Kontrapunkt gesetzt. Sie zeigt in ihren Werken sowohl Gegenständliches als auch Abstraktes in verschiedenen Techniken. Eine gelungene Symbiose verschiedener Kunstrichtungen.

Nachklapp zu "Stories of Tory"
Stimmungsvolle Bilder der Inselwelt der Faröer, der Insel Tory und von Grönland zogen die zahlreichen Besucher der Veranstaltung "Stories of Tory" in Bann. Steile Küsten. Moore, kleine Dörfer und viel Einsamkeit prägen dort Landschaften und Menschen.

Passend dazu trug Christiane Stanko Texte von Maximilin Küthe aus seinem Buch "Irische Inseln- Erben der Einsamkeit", Texte, die ein Bild der Menschen aus dieser Landschaft zeichneten

Und dazu immer wieder Thomas Loefke mit seiner Harfe. Er verstärkte mit seiner einfühlenden Musik die Besinnlichkeit des Nachmittags im Häuslingshaus, die die Besucher erfasste. Natürlich wurde am Schluss noch mehr gefordert und durch Zugaben erfüllt.

Nachklapp zum Raku-Lehrgang
Der Landwedeler Kulturverein e. V. hatte Interessierte zum Raku Schnupperkurs unter der Leitung von Corinna Möller eingeladen. Leider konnten auf Grund der eingeschränkten Brennmöglichkeiten nur 5 Teilnehmer daran teilnehmen. Und so war dieses spannende und in manchen Phasen wirklich heiße Angbot schnell ausgebucht.Andere mußten auf einen evtl.weiteren Kurs vertröstet werden.

Der Kurs zu der speziellen Brenntechnik von Ton wurde fachkundig von Corinna Möller eingeführt, Die Raku-Technik wurde schon in grauen Vorzeiten, ursprünglich in Japan, entwickelt. In Europa fand die Technik in abgewandelter Form schon in die Antike und jetzt noch in einigen Gegenden Afrikas Verwendung.

Die bereitgestellten, vorgebrannten Tonrohlinge wurden von den Teilnehmerinnen mit speziellen Raku-Glasuren dekoriert und bei 1000° C (Niedrigbrand) in einem transportablen Brennofen zum Schmelzen gebracht. Die Farbeffekte entstehen bei dieser Technik durch Oxide, wie Eisenoxid, Kupferoxid, verschiedene Metallsalze und Mineralien. Gespannt wurde die Farbentwicklung während des Brennvorgangs verfolgt. Als die Glasuren ausgeschmolzen und keine Blasen mehr zeigten waren, mussten die Töpferwaren heißglühend aus dem Ofen geholt werden und in eine mit leicht brennbaren Material gefüllte Tonne gegeben werden. Bei diesem Prozess der Nachreduktion wird der Scherben an den Stellen geschwärzt, die vorher nicht mit Glasur versehen wurden. Durch den Temperaturschock entstehen zudem die für Raku typischen Risse. Jede Teilnehmerin konnte ihre Objekte, jedes ein Unikatstolz mit nach Hause nehmen.

Nachklapp zum Tag des offenen Denkmals
Als diesjähriges Motto zum Tag des offenen Denkmals wurde "Macht und Pracht" ausgegeben. Das Langwedeler Häuslingshaus hat weder das eine noch das andere zu bieten. Stattdessen eher Ohnmacht und Einfachheit und das ist genau so gut vorzeigbar!

Deshalb sollte dieser Tag nicht am Langwedeler Häuslingshaus vorbei gehen. Der Langwedeler Kulturverein bot zwei Arten von Führungen an: Zur Geschichte des Häuslingshauses und seiner Wiederherstellung sowie Geschichten darum und des niederbäuerlichen Lebens. Wolfgang Ernst und Silke Fronzek standen dafür zur Verfügung stehen,

Kaffee und selbstgemachter Kuchen wurde am Nachmittag ab 13:30 Uhr angeboten. Trotz Langwedeler Markt, Modell-Eisenbahnausstellung und Präsentation von Bootsmodellen im Burgbad, konnte sich der Tag des offenen Denkmals am häuslingshaus behaupten..

Nachklapp zur Ferienspaßaktion
Die Ferienspaß-Aktion war trotz der widrigen Wetterverhältnisse ein voller Erfolg! Das Fazit der Kinder und ihrer Eltern: das war ein toller Nachmittag.

Alle von der Gemeinde ausgelosten Kinder waren gekommen und gespannt auf Eva Spilker vom Regenbogentheater, die versprochen hatte, richtige Theaterpuppen mit ihnen herzustellen. Zuerst stellte Eva Spilker verschiedene Charakterköpfe aus ihrem Fundus mit kleinen improvisierten Szenen vor. Die Kinder lernten, wie sich der Ausdruck eines Gesichtes verändert, wenn die Nase lang oder kurz ist, wenn die Ohren groß, klein oder rund oder eher eckig sind oder vorne oder hinten angebracht sind oder wenn Haare nach vorne (der sieht ja aus wie Trump!) oder nach hinter gekämmt sind.

Dann ging es an die Arbeit. Auf die Styroporkugeln wurden Nase, Augen, Ohren und Lippen aus Schaumstoff ausgeschnitten, aufgeklebt und das Ganze individuell angemalt. So waren nach kurzer Zeit verschiedene Tiere: Katze, Schwein und Kalb entstanden, aber auch ein Einhorn, ein Troll und ein Monster (aber ganz liebes) entstanden.

In der Pause, in der die Farbe trocknen sollte, wurden die Kinder mit Getränken, Hamburgern. Muffins und andern Kleinigkeiten verwöhnt. Und sie ließen sich Gott sei Dank auch nicht vom Regen abhalten, sich kräftig zu bewegen, bevor es dann zum Abschluss kam: Ein improvisiertes Theaterstück wurde den Eltern zum Teil mit den eigenen Theaterköpfen und mit Figuren aus dem reichhaltigen Fundus von Eva Spilker geboten. Sie hatten sich das Thema : "Die Bremer Stadtmusikanten" gewählt.

 












































































































































































































Lastkähne in Münden, Repro von Petzold


































































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